Freitag, 12. Juni 2015

Rock am Ring 2015 - Mittwoch - The Arrival

Mein erstes großes Festival inklusive Camping sollte ich im hohen Alter von 33 Jahren antreten. Davor habe ich es gescheut, weil ich nach einer Camping Nacht auf dem Mini Rock Festival in Horb genug davon hatte, kaum Schlaf zu erlangen. Deswegen blieb es festivaltechnisch in der Vergangenheit immer auf eintägigen Events oder eben Festivals in der Nähe.

Dieses Jahr jedoch nicht. Das Lineup war dann doch zu verführerisch. Nachdem wir zu langsam waren, die Center Stage Tickets für Rock im Park zu erstehen, beschlossen die Kumpels, dass man es dieses Jahr eben beim weiter entfernten Rock am Ring probieren wolle. Zwar waren dort auch alle VIP Tickets bereits vergriffen, aber zumindest gab es noch die Option das Standard Ticket für einen Aufpreis von 25 Euro auf ein Rock'n Roll Ticket upzugraden. Dies beinhaltete einen Stromanschluss und verhältnismäßig kurze Laufwege zum Festivalgelände und den Parkplätzen.



Mein Fahrer schickte schon mittags Facebook Artikel, dass das Camping Gelände entgegen der ursprünglichen Planung nicht erst um 16:00 geöffnet wurde, sondern schon um 10:00. Dies hinderte ihn aber nicht daran sich um eine gute Stunde zu verspäten. So fuhren wir dann mit insgesamt 3 Autos irgendwann in Stuttgart los und kamen gegen 17:30 in Mendig an. Es war auffällig kühl dort, was jedoch ganz ok war, denn es galt jetzt unser Gepäck auf den Campingplatz zu schleppen.

Die Landebahn war am angenehmsten zu begehen

Also Tasche, Rucksack, Schlafsack, Campingstuhl aufgebuckelt und los ging's. Mein guter Fahrer fiel mit seinem Oma-Ziehkarren weit zurück, weil er diesen massiv überladen hatte und das Ding alle 5 Schritte in dem groben Schotter umkippte. Was will man von einem Rad Durchmesser von 6 cm auch mehr erwarten. Total für'n Arsch war das. Ich konnte den Rest der Truppe nicht davon überzeugen auf ihn zu warten, also schloss ich mich nach der Bandausgabe, Gepäckcheck sowie Müllpfand Coupon den anderen an. Er blieb vom aufgewirbelten Staub verschluckt hinter uns zurück.

Abstecken des Territoriums. Der Bollerwagen war das wichtigste Mitbringsel.
Im Zickzack liefen wir über den Camping Platz und mein Gesicht wurde immer länger und länger, weil sich immer mehr und mehr belegte Camping Plätze auftaten. Nach 20 Minuten Marsch über den Bereich kamen wir dann doch an eine freie Fläche, die durch Absperrband abgegrenzt war. Außerhalb dieses Areals: Viele Leute mit Gepäck. Innerhalb dieses Areals: Zwei Securities, die verargumentieren wollten, dass die Außenstehenden Leute sich gedulden Sollten und beim drängen der Festival Besucher doch kurz unruhig wurden. Lange mussten wir nicht warten. Immerhin holte uns unser Fahrer während dieser Wartezeit aber noch ein.


Nach einer Weile standen da schon mehr Zelte

Unsere Strategie war: Ich bleib bei dem schweren Gepäck, während alle anderen, die Zelte hatten bei der Freigabe des Areals Territorium sichern sollten. Da wir auch ein oder zwei Quechuas dabei hatten war das schon mal ein Vorteil. Irgendwo in der Nähe vom Pylon 8, auf dem Lageplan haben wir dann unser Lager aufgeschlagen. Die anderen kamen dann zurück und wir schleppten unser Geraffel, das ich so lange bewachte auf den Platz und bauten das große Zelt auf. Als ich sah, dass so weit alle beschäftigt waren, trat ich nochmal einen Marsch zum Auto an um meinen Korb mit Verpflegung zu holen.

In den folgenden Stunden kamen noch zwei weitere Kumpels mit einem weiteren Auto, durch die wir dann auch die Stromversorgung für den Kühlschrank erhielten um das Bier kalt zu stellen. Somit liefen wir nochmal die eine oder andere Runde zum Auto, was jeweils fast 30 Minuten für eine Strecke dauerte. Wie ich stellenweise auf FB gelesen hatte, haben wir es damit sogar ganz gut erwischt.

Das wahrscheinlich am häufigsten gewählte Fotomotiv: Das Riesenrad xD

Gegen 23:00 machte ich dann auch endlich mein erstes Bier auf, weil wir waren dann fertig für diesen Tag mit arbeiten und man konnte noch ein bisschen futtern. Die Mashup Party, die wir uns vorgenommen hatten zu besuchen ging leider im Feierabendbier unter.

Irgendwann gegen 3:00 ging's dann auch so langsam in's Zelt um zu "schlafen". Wie erwartet ging das in der ersten Nacht gar nicht. Zu meiner Linken lief (Death) Metal, zu meiner rechten lief (Punk) Rock und zu meinen Füßen lief vereinzelt deutscher Hip Hop, in dem unter anderem gefeiert wurde, dass der Künstler in der Schule war, dort aber nichts gelernt habe aber heute dennoch ein Pferd, sowie einen Affen vorweisen könne, mit dem er an der Leine durch die Stadt laufe und Frauen mit Steinen bewerfe. Dass ich diese band 3 Tage später live sehen würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, weil ich das Lied nicht zuzuordnen wusste.

Jedenfalls wünschte ich mir nach dieser Nacht, wir wären mit dem Wohnmobil da oder dann dürfe im Auto pennen - fernab vom Gelände. Aber gut: Dies sollte auch die letzte Nacht auf dem Festival gewesen sein, in der mich der Lärm groß gestört hätte.

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Wie immer der Hinweis: Wenn's gefallen hat: Liken, sharen, kommentieren - vielen Dank :-)

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