Donnerstag, 28. Mai 2015

Zwischen Aufopferung und Eigennutz - Lebensmittel Verramschung

Ich bin es ja gewohnt, dass im Supermarkt - in meinem Fall der Netto - abends seine Gemüse Frischware noch zu Schleuderpreisen an den Kunden bringen will. Da nehm ich gern mal auch was mit, das ich sonst nicht gekauft hätte. Heute habe ich jedoch mehrfach zugeschlagen.

  • Ein Bund Lauchzwiebel für 19 Cent
  • Ein Broccoli (500g) für 39 Cent
  • Ein Bund Radieschen für 9 Cent
  • Ein Wiesenhof Privathof Huhn für 6,27 Euro minus 30% Rabatt

Da versuchen einen die Reportagen des öffentlich rechtlichen Fernsehens und Artikel in der Presse dafür zu sensibilisieren, dass man für die Lebensmittel zugunsten der Nachhaltigkeit und fairem Lohn aller in der Produktionskette stehenden Menschen mehr Geld ausgeben soll und was macht der Kerle? Er profiliert sich an der Überproduktion der Nahrungsmittelindustrie.

Zudem habe ich dann noch zum Ärgernis der wie wild postenden veganen Internetgemeinde ein Tier gekauft. Das ist aus deren Bewertung gleich doppelt schlimm: Zum einen ein Huhn essen und zu alledem vom massiv unter Kritik sämtlicher Medien (beispielsweise empfehlenswert, diese ARD Reportage) stehenden Großkonzern Wiesenhof.

Dort stiehlt sich der Eigentümer Paul-Heinz Wesjohann in Berichten und Artikeln immer mit dem Satz "Ich bin Unternehmer und richte mich nach dem Konsumenten" aus der Verantwortung. Hier ein exemplarischer Artikel.
Das interpretiere ich frei als: "Jaaa, ich hab ja auch eine Sparte mit Hühnern, die besser gehalten werden. Aber die läuft nicht so gut. Deswegen, mach ich so weiter, wie bisher." So bleibt also das in jeder Reportage als Schlusswort gehaltene Plädoyer: "Der Kunde entscheidet durch sein Kaufverhalten, wie es weiter geht".

So beobachte ich immer das Wiesenhof Privathof Huhn, welches zumindest mit dem Tierschutzlabel wirbt, wenn ich im Netto einkaufe. Immer mit dem oben genannten Spruch im Hinterkopf und analysierend, ob sich die Kunden daran orientieren. Offensichtlich nicht, denn an diesem Huhn prangt doch oft das "30 %" Rabatt Schild, weil es sich dabei nun mal nicht um Tiefkühlware handelt und der letzte Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums erreicht ist.

Da denk ich mir dann immer: "Kritik und Boykott an Wiesenhof hin oder her. Bevor die das Huhn heute entsorgen, nehm ich es mit und hau es bei mir in den Ofen." Von daher muss ich mir selbst massive Doppelmoral vorwerfen :-/

Den Tod des Tieres zumindest noch durch dessen Verzehr gewürdigt, anstatt es in der Tonne vergammeln zu lassen.  
Makaber und rational kühl und dennoch nicht unwahr. 

Zumindest ist diese Produktserie nach meinem Ermessen qualitativ über dem sonstiger Supermarkt-Hühner.

Ebenso finde ich es schon krass, dass ein Bund mit über 15 großen Radieschen für 9 Cent weggeht, weil das nun mal weniger als 1 Cent pro Radieschen ist. Und wenn ich überlege, wie viel Arbeit dennoch hinter Aussaht, ziehen, Ernte, Transport stehen, ist auch das krass. Dennoch habe ich beim Gemüse besonders beherzt zugegriffen.

Um für mich zu sprechen: Es ist ein krasser Spagat zwischen Bio-Selbstversorgung und spanischem Discount-Gemüse. Verrückte Welt...


Dienstag, 12. Mai 2015

Durststrecke

Schon mehrmals sah ich auf meiner FB Seite die Info: Sie haben seit soUndSoVielen Tagen nichts mehr gepostet - deswegen auch der Titel "Durststrecke". In der Tat, war ich letztens etwas schreibfaul. Woran liegts?

Tja... Uhm. Passiert halt so.
Vor allem weiß ich nicht worüber ich schreiben soll, weil irgendwie fehlt mir die Zeit mich eine oder anderthalb Stunden an einen Bericht zu setzen, den dann halt 2 oder 3 Leute lesen xD
Ich wollte den Blog ja für mich selber als Ausflugsfotoalbum. Aber es sind so viele Dorffester und Geburtstage, dass ich gar nicht hinterher komm überhaupt auch nur die Fotos zu sortieren und einige der Dinge sind so banal, dass sie wiederum nicht wert sind zu posten.

Aber scheiß drauf. Banal oder nicht: Hier nen kleiner Abriss:

  • Die Spinne musste über den Winter massiv hungern und war schon mehrmals ganz schön abgemagert. Aber vorgestern hab ich ihr ne große Fliege ins Netz gegeben. Diese musste ich vorab massiv schwächen, damit sie überhaupt von der Spinne (bzw. deren mittlerweile gar nicht mehr so klebrigen Netz) gefasst werden konnte. Jetzt isse wieder schön dick.
  • Training: Läuft... Ja. Die Qualität der Einheiten nahm zu, die Quantität nahm leider ab. Die Optik is noch immer weit weg vom vor zwei Jahren angekündigten Sixpack, was zur Erleichterung aller bedeutet, dass es weiterhin keine weiteren "Oberkörper frei" Bilder geben wird. Die werden nur gelegentlich engsten Bekannten zugemutet. Zumindest sieht man Fortschritte und es macht Spass.
  • Joggen: Mein Ziel die 5km mit einem 10 km/h Schnitt zu joggen habe ich noch nicht ganz geschafft, war zwischenzeitlich aber schon nah dran.
  • Gedichte: Hab kein Thema dafür.
  • Bahnstreiks: Gabs letztens den längsten Bahnstreik in der Geschichte der DB... So wurde es zumindest angepriesen. Wurde aber durch die Beamten sehr gut kompensiert. Keine nennenswerten Einschränkungen bemerkbar.
  • Acker: Jo. Letztens Zwiebeln, weißen Rettich und Möhren gepflanzt. Demnächst kommen noch Bohnen dazu.
  • Football: Die Red Knights haben bislang alle Spiele der Saison gewonnen. Macht immer Spaß zuzuschauen und mitzufiebern xD
  • Dorffester: Verabschiedung vom Pfarrer, Fasnet, Vorführung der jordanischen Schule, 700 Jahrfeier Helferfest, Blümlesmarkt, Woodpeckers Konzert aufm Frühlingsfest. Nicht grad förderlich für's Training... Auch wenn ich seit einiger Zeit den Bier Konsum komplett auf Wasser umgestellt hab, esse ich doch umso mehr rote Würschte auf diesen Events. Da ist meine gesunde Ernährung, die ich über die Woche hab, quasi fast für'd Katz.


Onehundredandeiiiightyyyyy

Es gibt nicht viel zu berichten über dieses Ereignis. Dennoch fühle ich mich schier gar berufen ein paar Zeilen Header hier reinzuschreiben,...