Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rock am Ring - Sonntag - Metal Day

Das morgendliche gammeln und Zeit totschlagen bis zum Beginn der Bands verkam immer weiter zur Routine, so dass die Erinnerungen daran auch ohne Bier so langsam verschwammen. Mein Faltstuhl war jedenfalls inzwischen schon massiv ausgerissen.

Die Faulheit machte sich breit - ich konnte mich kaum zu einem der Gigs aufraffen. Vielmehr kümmerte man sich langsam darum, die Müllsäcke an die dafür vorgesehene Sammelstelle zu tragen. Stellenweise leider auch mit Bierresten in den Dosen.


Dosenkunst auf dem Weg zum Müllplatz
Irgendwann brach ich dann aber doch auf um Papa Roach spielen zu sehen. Mein erstes Studioalbum, das ich mir jemals kaufte war nämlich "Infest". Da war diese Band Pflicht. Ich kam sogar noch in den Genuss der letzten Chords von Godsmack. Kann mich daran aber kaum noch erinnern. So wartete man denn nun auf Papa Roach, die ich nach dem Album "Lovehatetragedy" aus dem Fokus verloren hatte und mein aktuellstes Album mit "Metamorphosis" doch schon älter war. Zu meiner Freude spielten sie aber auch einige Songs von diesen älteren Alben und lieferten (dafür, dass es erst Mittag war) eine gute Show ab.
Jacoby Dick sieht mittlerweile doch anders aus als zu "Infest" und "Metamorphosis" Zeiten

Den Umbau bis zu Lamb of God verbrachte ich möglichst im Schatten vom Tech Turm, nur um dann festzustellen dass mir deren laute und musikalisch (in meinen Ohren) recht uninspirierte Darbietung nicht gefällt. Somit beschloss ich dann doch wieder zu unserem Lager zurück zu gehen.


Beim Auftritt der Beatsteaks
Dort wurde dann gegessen und getrunken und sich für die Beatsteaks vorbereitet. Der Rest unserer Mannschaft brauchten wieder sehr lange um sich zu richten und wir schlichen erneut von hinten an die Stage heran. Dieses mal machte ich aber auch mit beim Rumalbern, weil irgendwie fesseln mich die Beatsteaks weder in Musikvideos, noch Live Mittschnitten, noch (wie es aussieht) live wirklich. Obwohl mir die Band Super sympathisch ist... Die Musik gefällt mir nur mäßig.

Blick in die Crowd bei den Beatsteaks
Danach verabschiedete ich mich von den Jungs. Ich war nen bissel müde und wollte somit mal das letzte Absperrgitter der Wellenbrecher als Position für die Foo Fighters sichern. Genau mittig. Das war zwar sehr sehr seeehr weit von der Bühne weg, aber doch ganz praktisch. Ich sah da den Security Typ, der am Freitag das Wasser ausgab. Nach einem kurzen "Und, wie läufts? Das erste mal Security? Alles ruhig?" kam ein junges Mädel daher, welches aufgedreht nach irgend nem bestimmten Security fragte. Man möge ihn doch herholen. Der Security, mit dem ich mich unterhalten hatte kannte den verlangten Sicherheitsbeauftragten und holte ihn dann auch. Dieser besagte Security kannte nämlich den Security, den sie eigentlich sprechen wollte. Bis der kam erzählte sie mir, dass sie dem jetzt gleich so massiv verbal in den Arsch treten werde! Aber so was von!!! Und dass sie hier im VIP Camping ist und alle Bändel hat um überall hinzukommen und tralala. Ich fand das unterhaltsam, weil sie doch merklich beschwippst war - will ich mal verharmlosend sagen.
Da kam er nun also, der junge Schlawiner Security, an den sie Ihr junges Herz oder sonst irgendwas verloren hatte. Gar tragisch und dramatisch war schier gar das nun folgende Gespräch - wie im Film. Naja... Ok nicht ganz. Aber sie so: "Jaaaa, wann sehen wir uns wieder und können wir nicht in Kontakt bleiben und mach's gut und alles Gute noch Deiner Tochter." 

Der Herr Security nahm das ganze erstaunlich gelassen und erwachsen - dafür, dass er so jung wirkte.
Kaum war der weg, meinte sie dann zu mir "Ja, das war also mal so gar nicht verbal in Arsch treten" und ich entgegnete dann "Ja, das schien mir in der Tat eher versöhnlich." Aber gut: Schade für sie. So zog sie wieder von dannen und bald sollte der Headliner mit spielen beginnen. Die Foo Fighters. Da war mein guter Kumpel (wie schon bei Bad Religion) nicht sonderlich positiv gegenüber eingestellt. "Der spielt nur wieder 5 Minuten nen Solo und labert und das ist langweilig. Gehen wir lieber zu Motörhead und In Flames". Zu dem Zeitpunkt war meine Neugier aber größer. In der Tat hatte ich mehr Silberlinge von den anderen beiden Bands im Regal stehen. Foo Fighters sah ich als "ganz gut" an. Aber immerhin waren sie der Headliner. Falls sie mir nicht gefielen könnte ich immer noch zur Metal Stage rüber gehen.

Eines der wenigen Foo Fighters Bilder, die nicht verschwommen waren :-/
Und dann ging es los!!! Die Bühne wurde vorab um eine Zunge, die weit in das Publikum hinein ragte erweitert. So war es dem Frontmann Dave Grohl möglich dort beim Einlauf erst mal entlang zu sprinten. In der Mitte ihres Konzert gaben sie ein paar hervorragende Rock Covers, wie zum Beispiel "Let there be rock" von AC/DC oder "under Pressure" von Queen. Ebenfalls markant war, dass der Sänger gesagt hat "Die Foo Fighters spielen keine Zugaben. Tun nicht so als würden sie weggehen um dann wieder zu kommen, sondern spielen die komplette Zeit durch und wenn es vorbei ist, dann ist das Konzert auch tatsächlich aus." - Das hat mir gefallen :-)
 
Auch wenn ich bis dahin die meisten alten Songs nicht kannte, hatte ich viel Spaß. Insbesondere, da die Songs durch geschickte Überleitungen  ineinander über gingen. Diese waren die "Minuten langen Soli" die mein Kumpel im Vorfeld erwähnte.
Wenn ich Video-Aufnahmen von Led Zeppelin oder Guns'n'Roses sehe, wünschte ich mir oft auch mal ein Konzert zu sehen in dem diese Magie zu spüren ist. Der Auftritt der Foo Fighters war eine solche Show. Somit würde ich dieses Konzert sogar über dem der Toten Hosen sehen. Campino feierte zwar die größere Party und bot die abwechslungsreichere Show und war auch super. Aber beim Foo Fighters Auftritt bleibt mir einfach noch nen Ticken mehr Emotion mit drin.

Nach den Foo Fighters schlappte ich noch zu Slipknot rüber, die ihre Bühnen Show auf der kleinen Stage abschlossen und für mich die finale Band darstellten. Leider war ich so weit weg, dass ich von der Show recht wenig sah - auch wenn ich leicht erhöht positioniert war. Ich höre für gewöhnlich kein Slipknot und für mich war die Begeisterung der anderen Zuschauer über die sympathischen Jungs nur eingeschränkt nachvollziehbar (also musikalisch). Das kann aber auch daran liegen, dass ich nur noch erschöpft war und zum Zelt zurück wollte.

Dort dann angekommen beabsichtigte ich dann noch mit dem Kumpel und Fahrer eine Ladung von unserem Zeug zum Auto zu bringen. Leider war dessen Motivation nun auch nicht mehr vorhanden, so dass wir uns auf's Ohr hauten. "Das schaffen wir morgen auch noch ohne großes hin und her", meinte er noch...

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Nächster Festival Bericht: Rock am Ring 2015 - Samstag


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Dienstag, 6. Oktober 2015

Microsoft Doom Commercial - 90s

Momentan lese ich das Buch Nerd Attack, in dem der Autor Christian Stöcker zwischen zeitgeschichtlichen Fakten und persönlich erlebter Nostalgie die Geschichte des PC -beginnend mit dem C64- sehr lebendig skizziert.
Dabei verliert er sich nicht in einem Wirrwarr von Daten und Fakten, sondern schwelgt viel mehr in Erinnerungen, philosophiert und nimmt Bezug auf bedeutende Personen.

Einiges dort geschriebene war mir neu, vieles Bekannt.
Was damals an mir vorüber ging, war folgender Microsoft Werbespot, in dem Mircrosoft Windows 95 von Bill Gates als ideale Platform für den id-Software Shooter Doom beworben wurde.




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Onehundredandeiiiightyyyyy

Es gibt nicht viel zu berichten über dieses Ereignis. Dennoch fühle ich mich schier gar berufen ein paar Zeilen Header hier reinzuschreiben,...